Mittwoch, 14. September 2011
Manager: Abkassieren so lange es noch geht
Für viele sind die fetten Jahre vorbei, anderen wiederum steht dieses Ende noch bevor. Definitiv nicht vorbei sind diese Zeiten für Manager börsennotierter Unternehmen – nicht nur in Deutschland.


Die Systemkrise

Vielleicht dämmert einigen langsam, dass es eigentlich keine Finanz- oder Wirtschaftskrise gibt. Wir durchleben gerade eine Systemkrise, denn der Grundfehler liegt in unserem gesellschaftlich-wirtschaftlichen System, das darauf basiert, dass die Einzelteile dieses Systems ständig konsumieren – einige mehr, die meisten weniger. Es soll ein scheinbar endloser Massenkonsum von begrenzten Gütern stattfinden und das noch auf Kosten anderer Menschen auf diesem Planeten, die unseren Konsum durch ihre Hungerlöhne und ihre unmenschliche Lebenslage erst ermöglichen. Man sollte sich mal die Frage stellen was eigentlich hinter so einem Handy steckt, das wir mal so eben kaufen und nächstes Jahr wieder wegschmeißen, weil das neue Modell da ist! Diese Thematik habe ich hier auch schon einige Male behandelt oder angeschnitten, zum Beispiel hier, hier, hier und hier.


Die Ratten verlassen das sinkende Schiff

So lange dieser Konsumzirkus funktioniert, gibt es auch den viel beschworenen „Wachstum“. Die „Eliten“ aus Politik und Wirtschaft trichtern den Leuten mit Hilfe eines latenten medialen Trommelfeuers ein, dass sie konsumieren sollen und das alles so richtig ist. Viele merken noch nicht einmal, dass sie ein Rad in diesem Getriebe sind. Werbung, Stars und Prominente, aber auch das Entertainment beispielsweise in Form von Bundesliga und „Daily Soap“, setzen die Segel in den Köpfen der Menschen mit Kurs auf einen unkritischen Konsum, der angeblich endlos anhalten soll. Geblendet von den verlockenden Versprechungen des Steuermanns, welcher endlosen Konsum verspricht, bemerken die meisten nicht, dass dieser Kurs in Wahrheit geradewegs in einen Sturm führt.
Von dieser Dummheit profitieren diejenigen, die auch die ganze Zeit schon am meisten von den Umständen profitiert haben. Sie sind zum Beispiel Top-Manager, aber nicht nur. Sie stopfen sich noch einmal die Taschen so richtig voll, bevor das Schiff mit all den naiven Dummköpfen im Sturm untergeht. Sie kassieren ab, so lange das Geld noch etwas wert ist. Sie werden davon so viel haben, dass sie es in Gegenstände und Ressourcen investieren, die nicht so schnell an Wert verlieren. Sie werden auch diejenigen sein, die den überlebenden Schiffbrüchigen das Notwendigste zum Leben geben werden. Für welchen Preis werden sie den Hilflosen scheinbar selbstlos helfen? Werden sie nach Zusammenbruch des einen Systems, das nächste System, welches auf Ausbeutung und letztlich Dummheit der Massen basiert, einsetzen und beherrschen?

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Die Schuldenbremse
Bilder sagen oft mehr als 1.000 Worte, leider kann ich gar nicht gut zeichnen. Trotzdem habe ich versucht mein Bild im Kopf von einer „Schuldenbremse“ zeichnerisch zu verwirklichen. Wäre schön, wenn jemand, der wirklich zeichnen kann, das mal besser verwirklichen könnte. Ich hatte ja schon mit dem Strichmännchen Probleme.

Für eine größere Ansicht bitte auf das Bild klicken.


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